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Weblog von pisti

 

Darum sind meine Schieferlichtgrafiken eben nicht smart

 

Haben auch sie schon das neueste IPhone? Wie ist es beschaffen? Glatt, ohne Widerstand, ohne Profil, einfach smart?

 

 

Wir leben in einer Welt der Smartness, und in ist, wer drin ist, sprich, das neueste, (nicht das zweitneueste) Smartphone besitzt.

Doch wodurch unterscheidet sich ihr IPhone von anderen IPhones? Ferner, was machen sie, wenn einmal der Akku kaputtgeht, und wissen sie, wieviele chinesische Arbeiter des Applezuliefereres Foxconn, die dort gezwungen werden, unter menschenunwürdigen Bedingungen Sklavenarbeit zu leisten, sich in der letzten Zeit das Leben genommen haben?

Ich kann es ihnen sagen, an die Einzelbausteine ihres Smartphones kommen sie nicht heran, wenn eins, auch noch so unbedeutendes kaputtgeht, können sie das ganze Smartphpne wegwerfen, und sich ein neues (selbstredend ein noch smarteres) kaufen, vorausgesetzt, sie haben das nötige Geld dafür.

Hier also passagenweise die Zitate aus dem Artikel und die jeweilige Richtigstellung dazu.

Das seit einem Jahr bezogene Wohnhaus in Könnern ist stark beschädigt; seine Frau liegt auf Grund der Geburt der Zwillinge im Krankenhaus - Istvan Seidel jedoch ist ruhig und gelassen in seinem Atelier anzutreffen, als wäre alles in bester Ordnung.

Abgesehen davon, dass das Privatangelegenheiten sind und ich mich dadurch im Persönlichkeitsrecht verletzt fühle, erweckt das den Eindruck, als wären mir meine Kinder, Frau und das zerstörte Haus egal, was nicht der Wahrheit entspricht. Ich kümmere mich sehr wohl um meine Kinder, meine Frau und das kaputte Haus, das kann meine Frau und die anderen Mieter dieses Hauses gerne bestätigen. Zudem sieht man schon am Eckzem im Gesicht, auf dem Foto, daß ich nicht ruhig und gelassen war.

Der aus Halle stammende Künstler nämlich öffnete am Samstag die Türen seines Künstlerateliers in der ehemaligen Könneraner Likörfabrik.

Zudem stammte ich nicht aus Halle, sondern aus Budapest, und auch ist das nicht meine Likörfabrik, sondern ich bin hier nur Mieter.

Sehr geehrter Olafur Eliasson,

Im Juni 2001, ich war gerade in meinem Heimatland für ein Auslandssemester,

hatte ich einen sehr merkwürdigen und eindringlichen Traum: Ich sah eine Projektion auf einer weißen Wand.

Nach der längeren Betrachtung der Projektion stellte ich fest, dass es sich um meinen eigenen Schatten handelte, einem Kernschatten, umsäumt von verschiedenfarbigen Schattenrändern, in den jeweiligen Komplementärfarben rechts und links neben dem Kernschatten. In diesem Fall gelb und weißgelb auf der einen, und rot- und blauviolett auf der anderen Seite.

Ich merkte daran, dass es sich um meinen Schatten handelte, dass als ich mich bewegte, sich dieser mit bewegte, und auch die Farben veränderten sich durch Überlagerung.

Dann hatte ich ein Gefühl, als tippte mir jemand auf die Schulter. Dieser Jemand zeigte mir dann die genaue Versuchsanordnung, wie diese Schatten entstanden. Demnach waren mehrere farbige Strahler im Spiel, die zusammengemischt auf der Wand ein optisches Weiß ergaben.

Lichtkunst in ihrer Wahrnehmung

Haben Sie sich schon gewundert, weswegen Sie ein und das selbe Lichtkunstwerk bei einem mal bewundern,

beim nächsten Betrachten es aber öde aussieht? Das liegt nicht unbedingt an der mangelnden Qualität des Werkes, sondern vielmehr an unserer Wahrnehmung dessen.

Goethe sagte, einen Regenbogen sieht man nach einer viertel Stunde nicht mehr. Nicht etwa, weil dieser dann verschwunden wäre, nein, unsere Augen brauchen so lange, um das Phänomen der Attraktion zu begreifen.

Und in dem Moment, wo sie es begriffen haben, erscheint es für uns langweilig, wie fast alles, was unser Verstand für begriffen erklärt.

"Kunst der Liebe" im Kabinett der Künste

Kabinett der Künste zeigte 2009 im Magdeburger Wissenschaftshafen zum 4. Mal das Projekt Illuxion.

Dieses Mal wurde ich vom Kulturanker e.V. eingeladen, mich daran mit der Gestaltung eines Raumes zu beteiligen.

Da mir der Kontakt von einem mir bekannten Arzt vermittelt wurde, sagte ich gerne zu.

Der Raum sollte vollkommen dunkel und schwarz sein. In ihm hängen gemalte Bilder im schwarzen Passepartout mit weißem Kern.

Jeder Besucher, der den Raum betritt, erhält vorher eine Taschenlampe seiner Wahl, und leuchtet sich seine Ausstellung sozusagen selber zusammen.

Dazu sollen Ovids Liebesgedichte zu hören sein.

Von dem Ganzen sollen Langzeitbelichtungsaufnahmen gemacht werden, auf denen dann leuchtende Fäden zu sehen sein werden, die die Bilder miteinander verknoten, sog. Lichtkonglomerate.

Das älteste Kunstwerk der Welt

Im Mai diesen Jahres ist dieser sensationeller Fund, der die Kunstwelt im Atem hält veröffentlicht worden.

Was ist an diesem Fund so sensationell, warum ist der für die heute lebenden Künstler und Kunsthistoriker so bedeutend?

Nun Ersteres ist schnell erklärt. Es ist eine ca. 6 cm große Figur und aus Mammutelfenbein geschnitzt. Der Fundort ist die Schwäbische Alb und es ist etwa 40000 Jahre alt.

Wenn man bedenkt, dass die Geschichte des modernen Homo Sapiens wahrscheinlich erst vor ca 45000 Jahren beginnt, dann handelt es sich hier um ein Werk, das direkt aus der Wiege von dem allerersten Beginn der Menschheit stammt.

Lichtkunst, und ihre Bedeutung in der modernen Gesellschaft

Die Lichtkunst hat in der heutigen Zeit eine zwiespältige Rolle.

In den sechziger Jahren erstmals von ihren Pionieren in die Kunstszene etabliert, heute mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt, und vielerorts sogar als 'Kitsch', oder reine Dekoration abgetan, ist Ihre Bedeutung als Mittlerin zwischen materieller und imaginärer Welt, so meine ich, noch immer kaum anerkannt.

Das mag unter anderem daran liegen, daß in der heutigen zivilisierten Welt, nur noch die schreienden Effekte zählen: Die Lautstärke, die höhere Wattzahl, der Besucherandrang, der Preis für ein Gemälde in Mio. etc.

Lichtkunst meint etwas anderes: Es geht um subtile Wahrnehmungsnuancen, um eine Schulung der Sinne, für normalerweise fast verborgene Phänomene. Das ist es, was Lichtkunst von oridinärer Dekoration z.B. in Discos unterscheidet.

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© 2011 Istvan Seidel.