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Das älteste Kunstwerk der Welt

 

Im Mai diesen Jahres ist dieser sensationeller Fund, der die Kunstwelt im Atem hält veröffentlicht worden.

Was ist an diesem Fund so sensationell, warum ist der für die heute lebenden Künstler und Kunsthistoriker so bedeutend?

Nun Ersteres ist schnell erklärt. Es ist eine ca. 6 cm große Figur und aus Mammutelfenbein geschnitzt. Der Fundort ist die Schwäbische Alb und es ist etwa 40000 Jahre alt.

Wenn man bedenkt, dass die Geschichte des modernen Homo Sapiens wahrscheinlich erst vor ca 45000 Jahren beginnt, dann handelt es sich hier um ein Werk, das direkt aus der Wiege von dem allerersten Beginn der Menschheit stammt.

Und wenn ihr dazunimmt, dass der Mensch vielleicht als das einzige Lebewesen überhaupt in der Lage war, Kunst zu erschaffen, also Dinge die keinen Gebrauchswert, als die bloße Anschaubarkeit hatten, also nur reine ideelle Werte, während etwa sein engster Weggefährte, der Neandertaler zwar auch durchaus kunstvolle aber dennoch Gebrauchswerkzeuge, wie Faustkeile fertigte, so können wir hier also von dem ältesten Werk der Kunst sprechen.

Eine Skulptur, die Rätsel aufgibt

Zunächst einmal dachte man, es wäre ein Tier. Doch schnell machte man deutliche weibliche Merkmale ausfindig.

So die übergroßen Brüste, eine ausladende Hüfte, deutlich die Vulva zu erkennen, währen die Füße und der Kopf bestenfalls angedeutet, jedenfalls deutlich vernachlässigt wurden.

Ich denke, man kann die sog.'Venus aus der Höhle' auch als Fruchtbarkeitssymbol deuten. Doch was veranlasste den Menschen, es zu fertigen, etwas zu tun, was seine nächsten Verwandten, die ausgestorben sind, nicht taten?

Man könnte auch Fragen, warum hat gerade der Mensch überlebt, und beherrscht heute den Planeten, während der Neandertaler, der doch viel stärker war ausgestorben ist?

Könnte das mit seiner Fähigkeit zusammenhängen, Kunst und später auch Musik aus hohlen Vogelknochen zu erschaffen zusammenhängen?

Jedenfalls wird dieser Fund und noch weitere aus der Region die Kunstwelt noch lange beschäftigen

© 2011 Istvan Seidel.